No Time Toulouse - oder „Kinder, wie die Zeit vergeht“

Ein Programm zum Einsteinjahr - aber natürlich auch für später.
Zeit fließt bekanntermaßen, aber wohin und wie lange - und woher kommt sie und gab es sie schon immer? Wir sehen auf den Kalender und wundern uns, wie schnell das Jahr schon wieder rum gegangen ist. Wir sitzen im Wartezimmer und zählen die Minuten, die nicht vergehen wollen. Wir sehen der Geliebten in die Augen und haben eine plötzliche Vorstellung von der Ewigkeit. Nichts ist so unberechenbar wie die Zeit.
phoenix5 & Nikola Materne setzen dem schwer durchschaubaren Kontinuum der Zeit ein Programm entgegen, das im Gedächtnis bleiben wird. Also: Geschichten mit Bestand, ewig währenden Songs, zeitlos gültiger Lyrik.

No Time Toulouse ist ein zeitlich begrenztes Programm mit unbegrenzter Haltbarkeitsdauer und Texten von Calvino, Hawkin, Ende, Shakespeare, Pessoa, Nadolny, Caroll, erweitert durch Auszüge aus unvergänglichen Höhepunkten der Filmgeschichte mit Captain Kirk, Monty Python, Riff Raff und Magenta und unsterblichen Songs von Chet Baker, Bernstein, Charlie Parker, Egberto Gismodi, Matthias Claudius, u.a.

phoenix5 & Nikola Materne knüpfen hiermit an ihr Programm „Wasser löst“ an. Es wird gesungen, gespielt und gesprochen – auswendig natürlich.

Wasser löst

Wasser kennt jeder, am Meer, der Klang der Brandung, where the sea and sky meet seems to be an island, Wasser zu Hause, aus dem Kran, im Klo, in der Kneipe, Wasser zum Trinken, zum Baden, Schweben und Fließen, sie ist in Island, eine heiße Quelle und eine Gestalt taucht im Nebel auf, nackt und athletisch, Wasser ist Schweiß, Tropfen, Speichel, Spucke, Sprudel, Blut, Pipi, „Wie lange haben Sie diese Probleme beim Urinieren schon?“, Regen, Dunst, Nebel, Pfütze, Schneeflocken, Waten, Weinen, Cry me a river, Glitschen, Gleiten, Gurgeln, Treiben, Plantschen, Beim Schwimmen bin ich besonders sehnsuchtsanfällig, Brühe, Eintopf, Dampf.

Materne, Kräubig und Redmer nähern sich den bekannten Assoziationen nicht ohne ein bisschen Ironie, ein paar Spötteleien und Anzüglichkeiten, aber mit Respekt vor dem unberechenbaren Element.

„Wasser löst“ ist eine brodelnd dahinschmilzende Song/Text-Melange aus eigenen und bekannten Jazz-Songs, Improvisationen und Texten von T.C. Boyle, John von Düffel, John Irving, Kurt Schwitters, Ringelnatz, u.a. - eine atmosphärisch wasserdichte Vorstellung mit Aufforderung zum Freischwimmen.

phoenix5 & N. Materne
 
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